Flüchtlinge im Mutterhaus

Im vergangenen Jahr sind viele Mitschwestern unserer Gemeinschaft aus dem Mutterhaus in unsere Schwesternaltenheime umgezogen, damit die vielen freien Räume unseres Mutterhauses einer anderen Nutzung durch das benachbarte St. Vincenz-Krankenhaus zugeführt werden können.

Da eine bauliche Umstrukturierung nicht von heute auf morgen für ein ganzes Haus möglich ist, stand eine ganze Etage der Schwesternklausur leer. Sehr schnell haben wir im Mutterhauskonvent, zusammen mit der Krankenhausgeschäftsführung und - betriebsleitung entschieden, diesen Bereich vorübergehend für ukrainische Flüchtlinge als Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Inzwischen sind die 50 Plätze fast komplett belegt. Durch einen Artikel im Westfälischen Volksblatt fühlen sich viele Menschen angesprochen, ebenfalls durch Spenden zu helfen.

Wir freuen uns über diese große Hilfsbereitschaft. Wir bitten Sie jedoch sehr herzlich, auf Kleider- und Schuhspenden zu verzichten. Mittlerweile ist auch sehr viel Spielzeug bei uns eingetroffen. Wenn Sie wirksame Hilfe leisten wollen und kein Geld spenden möchten, dann spenden Sie vielleicht Gutscheine von der Paderborner Werbegemeinschaft und geben diese an unserer Mutterhauspforte Am Busdorf 4 ab. Wir waren schon mehrfach mit unseren Gästen zum Schuhe kaufen, weil von den abgegebenen getragenen Schuhen nur wenige dabei waren, die jemand gebrauchen konnte.

Wenn Sie uns bei der Flüchtlingsarbeit durch eine Geldspende unterstützen möchten, dann spenden Sie bitte unter dem Stichwort Ukraine auf unser Spendenkonto:

Verein für internationale caritative Hilfe der Paderborner Vincentinerinnen
IBAN: DE77 4726 0307 0011 1261 00
BIC: GENODEM1BKC

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Ziele und Auftrag

Die Barmherzigen Schwestern glauben, dass jeder Mensch ein Kind Gottes ist, dem es bestimmt ist, in Fülle zu leben. Deshalb sehen sie ihren vornehmlichen Auftrag damals wie heute Menschen in Not zu helfen und an der konkreten Bekämpfung der Ursachen von Not und Armut zu helfen.

Im Geist des hl. Vincenz von Paul, der gesagt hat: "Unsere ganze Aufgabe ist handeln".

So stehen die Barmherzigen Schwestern für

- die Beseitigung materieller und seelischer Not durch „beherztes Zupacken" und festen Glauben,
- herzliche Begegnung mit Menschen in Not, weil Gott in jedem Menschen gegenwärtig ist,
- Offenheit gegenüber den Ängsten und Sehnsüchten, die Fragen und Wünsche von Menschen in Not oder Krisensituation,
- den Einsatz für ein menschenwürdiges Leben und materielle Sicherheit für Menschen in den armen Ländern der Erde,
- Sorge und Beistand für Schwerkranke, Sterbende und deren trauernde Angehörige,
- geistliche Begleitung für religiös suchende Menschen.

Durch die sinkende Zahl an Ordensmitgliedern sind sie auf die Hilfe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angewiesen, die im Geist des hl. Vincenz ihren Dienst weiter führen.