Wer im Glauben dient,
findet in jeder Seele einen Ort der Begegnung mit Gott.

Meditation

Gott sorgt für alle

Der Monat Oktober zeigt uns auf verschiedene Weise, dass die Ernte des Jahres zu Ende geht. Beim Gehen durch die Natur sehen wir die abgeernteten Felder. Der Blick in den Garten entdeckt nur noch vereinzelte Früchte auf den Beeten, an Sträuchern und Obstbäumen, denn im Herbst beginnt langsam die kältere Jahreszeit.

An den Rändern von Wäldern und Wegen hängen manchmal noch diese kirschgroßen Früchte. Es sind die Schlehen. Sie brauchen Kälte und Frost, um den bitteren Geschmack zu verlieren. Darüber freuen sich viele Tiere, die sie als Nahrung genießen, aber auch manche Menschen, die aus Schlehen Marmelade, Kompott oder ein alkoholisches Getränk zubereiten.

An die vielseitige Ernte denken wir Christen jedes Jahr am 1. Sonntag im Oktober, dem „Erntedanksonntag“. Dann werden vor dem Altar vielerlei Früchte zusammengetragen, in verschiedenen Farben, Formen und Größen. Alles dient unserer Ernährung, dem Erhalt der Gesundheit und Kräftigung und Kräftigung für die Lebensgestaltung. Durch den Segen des Priesters über die Erntegaben wird deutlich, dass Gott für uns Menschen und die Tiere sorgt, für die ganze Schöpfung.

Foto: Heidi Bittner | Text: Sr. Ursula Bittner