Wer im Glauben dient,
findet in jeder Seele einen Ort der Begegnung mit Gott.

Meditation

Vom Kreuz angesprochen

Neben der Busdorfkirche in Paderborn befindet sich ein Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert mit alten Arkaden und Säulen. Es gibt zwei versteckte Zugänge, die Ortskundige benutzen, um Wege durch die Stadt abzukürzen.

Manche suchen sich bewusst diese Wegstrecke, weil sie dort Abstand nehmen können von der Betriebsamkeit des Alltags.

Im Kreuzgang herrscht meistens Stille, die beim Durchschreiten von Säule zu Säule beruhigend und nachdenklich stimmen kann. Der Blick wird dabei oft in den Innenhof gelenkt, in dem ein großes Kreuz steht. Es erinnert an den Leidensweg Jesu, der mit seinem Tod am Kreuz endete.

Die Fastenzeit lädt ein, über das Wort „Kreuz“ nachzudenken. Da wird durchkreuzt, wie Gedanken, Lebenssituationen, Wege, Ziele, Gesundheit und anderes. Jede Durchkreuzung verursacht Schmerzen, Leiden, Trauer. Uns werden sicher Menschen einfallen, die uns nahestehen oder denen wir oft begegnen, die gerade erleben, wie sie im leidvollen Prozess des Umdenkens stehen und damit zum Kreuzträger werden.

Wenn wir ihnen begegnen oder an sie denken, so lasst uns Gott bitten:

Foto: Heidi Bittner | Text: Sr. Ursula Bittner